Aktuelles aus dem Vereinsleben

Die Abteilung Brauchtumspflege des Schützenvereins St. Hubertus Rennerod hat wieder eine Oldtimer-Sternfahrt veranstaltet.



Wenn "der Herbert" ruft, kommen sie von nah und fernů

Als Mitte April der Startschuss zur Anmeldung der diesjährigen Sternfahrt bekannt wurde, stand das Telefon bei Herbert Reuscher nicht mehr still. Zahlreiche altbekannte und neu Interessierte Oldtimerfans hofften eine der begehrten Startnummern ergattern zu können. Bei 60 Teilnehmern musste jedoch schweren Herzens die Reißleine gezogen werden, um den Rahmen der Veranstaltung nicht zu sprengen. Monatelang verbrachte Herbert mit der Planung dieses Highlightest. An seiner Seite, wie schon seit der aller ersten Sternfahrt, sein ältester Sohn und "rechte Hand", Manuel. Dieses Jahr wollte der Wettergott beide auf eine harte Probe stellen. Nicht nur eine interessante Route und anspruchsvolle Aufgaben für die angereisten Gäste galt es zu finden. Ein "Plan B" musste ebenfalls ausgearbeitet werden, damit im Fall der Fälle alle Teilnehmer und Helfer halbwegs trocken blieben und die Veranstaltung nicht sprichwörtlich ins Wasser fiel. Um alle Anwesenden im Schützenhaus unterzubekommen, musste am Vorabend der komplette Schießstand abgebaut werden. Dazu waren einige fleißige Hände nötig, die noch bis spät am Freitagabend die letzten Vorbereitungen durchführten. Zur Freude von Herbert blieben aufgrund des Wetters nur wenige angemeldete Teilnehmer am Samstag zu Hause. Glück hatte dadurch der ein oder andere spontan Angereiste und rückte freudestrahlend nach. Um Punkt 12:00 Uhr starteten vom Schützenhaus aus 50 Autos und 9 Motorräder je im Abstand von 30 Sekunden ihre Erlebnistour. 90 minutenlang quer durch den Westerwald, geführt von ihrem Bordbuch, vorbei an alten Brunnen und Kirchen bis hin zum ersten Stopp an der Westerwald Brauerei in Hachenburg. Anschließend ging die Fahrt munter weiter zum Betriebsgeländer der Firma ABUS in Rehe. An beiden Standorten erwarteten die Oldtimerkraftfahrer/innen und deren Beifahrer/innen nicht nur ein Gastgeschenk entsprechend der Herstellung /Produktion beider Firmen, sondern auch wie gewohnt knifflige Sonderprüfungen. An dieser Stelle gilt der Westerwald Brauerei und der Firma ABUS großer Dank für die Bereitstellung von Hilfsmitteln und des jeweiligen Betriebsgeländes. Die Zeit verging wie im Flug. Zwischenzeitlich gab es jedoch immer wieder genug Zeit für Fachsimpelei unter Gleichgesinnten und jeder Menge Spaß. Wie gewohnt führte die Sternfahrt auch am hiesigen Altenpflegeheim Dickmann vorbei, wo eine Frage beantwortet werden musste, und endete dann, wo sie begonnen hatte, am Schützenhaus. Aufgrund des abgebauten Schießstandes kam dieses Jahr zum ersten Mal das Lichtpunktgewehr zum Einsatz, mit dem zwei Schuss abgegeben werden mussten. Zur großen Freude aller wurde schnell klar, dass es alle Fahrzeuge unbeschadet und ohne große Probleme ins Ziel geschafft hatten. Die Zeit bis zur Siegerehrung nutzen die Gäste zur Stärkung am reichhaltigen Kuchenbuffet oder am Grill bei einer Bratwurst. Gegen 18:00 stieg die Stimmung, Ungeduld machte sich breit, der Sieg war zum Greifen nah. Herbert Reuscher ergriff das Wort und dankte allen fleißigen Helfern mit den Worten:" Einer allein schafft nichts, nur gemeinsam schafft man alles", bevor er sich der ersehnten Siegerehrung widmete. In insgesamt 5 verschiedenen Klassen wurden mehrere Pokale vergeben und fanden freudige Abnehmer. Zusätzlich erhielt das älteste Auto, ein Ford Baujahr 1930 und das älteste Motorrad, eine Triumph Baujahr 1939 einen Pokal. Auch der am weitesten zugereiste Teilnehmer wurde wie in jedem Jahr mit einem Pokal bedacht. Bei bester Stimmung ging ein langer erfolgreicher Tag zu Ende. Auch für das nächste Jahr ist eine Sternfahrt am zweiten Augustwochenende vorgesehen. Interessierte sollten sich schon jetzt diesen Tag im Kalender notieren, um bei diesem einmaligen Spektakel dabei sein zu können.
Text: Steffi Schürg

Infos und Fotos zur Sternfahrt: Hier